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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2017
Glauben Männer anders?
Das schillernde Verhältnis von Männern zur Religion
Der Inhalt:

Im Angesicht von Wahn und Leid

von Norbert Copray vom 22.09.2017
Stichwort: Wie die Psychiatrie lernt, den Menschen ganzheitlich zu sehen

Dietrich Geyer
Trübsinn und Raserei
Die Anfänge der Psychiatrie in Deutschland. C. H. Beck. 352 Seiten. 29,95 €

Burkhart Brückner
Geschichte der Psychiatrie
Reihe Basiswissen. Psychiatrie Verlag. 160 Seiten. 17,95 €

Stefanie Coché
Psychiatrie und Gesellschaft
Psychiatrische Einweisungspraxis im »Dritten Reich«, in der DDR und der Bundesrepublik 1941-1963. V&R. 364 Seiten. 65 €

Michael Schödlbauer
Wahnbegegnungen
Zugänge zur Paranoia. Psychiatrie Verlag. 368 Seiten. 49,95 €

Thomas Bock/Andreas Heinz
Psychosen
Ringen um Selbstverständlichkeit. Psychiatrie Verlag.
336 Seiten. 49,95 €

Jann E. Schlimme/Burkhart Brückner
Die abklingende Psychose
Verständigung finden, Genesung begleiten. Psychiatrie Verlag. 272 Seiten. 29,95 €

Medizinmänner und Heilerinnen, Schamanen, Priesterärzte und Theologinnen waren die ersten Kundigen, die sich der Menschen mit psychischen Leiden annahmen, sofern sozial und psychisch auffällige Menschen nicht ohnehin in Gefängnissen, Irren-, Armen-, Arbeits- und Siechenhäusern kaserniert wurden.

Die moderne Psychiatrie beginnt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Paris. Dort wurden die Kasernierten aus humanistischer, aufklärerischer und christlicher Sicht erstmals als Patienten angesehen. Im Jahr 1808 taucht in Deutschland erstmals der Begriff »Psychiatrie« auf, nachdem in Großbritannien und Frankreich ohne diesen Begriff schon beachtliche Fortschritte auf diesem Feld geschehen waren. Ulrich Geyers Buch »Trübsinn und Raserei« beschreibt »die Anfänge der Psychiatrie in Deutschland« bis an die Schwelle der Gegenwart. Es zeigt an führenden Ärzten aller Couleur, wie sich die Umstände und Intentionen der Psychiatrie entwickeln. Über die direkte Arbeit mit Patienten wird kaum etwas vermerkt. Der emeritierte Geschichtsprofessor schreibt folgerichtig vom »Irresein als akademisches Problem«. In seinem Buch ist folgerichtig zu wenig von den psychiatrischen Konzepten, ihren Praxismodellen und Umbrüchen die Rede.

Knapp und klar erklärt gerade diesen Aspekt »Die Geschichte der Psychiatrie

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