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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2016
Ein letztes Fest?
Der Protestantismus feiert die Reformation
Der Inhalt:

Die Stimmen im Kopf

Jugendbuch. Manchmal durchzuckt die 16-jährige Samantha wie aus dem Nichts ein Gedanke und beißt sich fest. Als sie kurz vor dem Valentinstag mit ihren Freundinnen Rosen schneidet meldet sich plötzlich der Diktator in ihrem Kopf und verlangt: »Schnipple, bis nichts mehr übrig ist als ein riesiger Haufen von Stängeln, Blättern und Blütenfetzen.«

Sams Freundinnen dürfen nicht wissen, dass in ihrem Kopf die Hölle los ist, denn die zickigen Mädels, mit denen sie seit dem Kindergarten befreundet ist und die in der Schule den Ton angeben, sind in ihren Augen perfekt. Und so normal, wie Sam es auch gern wäre. Deshalb wissen nur Sams Familie und ihre Psychotherapeutin über ihre Zwangsvorstellungen Bescheid.

Die realistisch erzählte Geschichte von Samantha, die gegen furchterregende Gedanken kämpft, verwebt Tamara Stone ebenso fesselnd wie feinfühlig mit den alltäglichen Unsicherheiten einer Jugendlichen und der Angst, nicht mehr dazuzugehören. Wie löst man sich von Menschen, die einem nicht mehr guttun? Wie geht man mit seinen Ängsten um und findet den Mut, seine wahren Gefühle und Gedanken auszudrücken? Das sind die Fragen, um die es in diesem Buch geht.

Sam findet diesen Mut schließlich über eine neue Freundin, die sie in eine Dichterclique einführt, vergleichbar mit dem »Club der toten Dichter«.

Das Besondere an diesem Buch ist der Sog, den die Geschichte entfaltet: Ähnlich von Worten gefesselt wie Sam, blättert man beim Lesen fast zwanghaft die Seiten um, in Erwartung einer Katastrophe. Um schließlich von einer Wende überrascht zu werden, die sprachlos macht. Ein lange nachhallender Roman über Worte, die einen in tausend Te