Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2016
Ein letztes Fest?
Der Protestantismus feiert die Reformation
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

Cord Aschenbrenner
Das evangelische Pfarrhaus
Siedler. 368 Seiten. 24,99 €

Das stilistisch hervorragende Buch beschreibt weder die Geschichte des evangelischen Pfarrhauses, noch liefert es eine soziologische Darstellung. Vielmehr wird die 300-jährige Geschichte einer evangelisch-lutherischen Pfarrerdynastie anschaulich, kenntnisreich und sogar spannend erzählt. Von dort werden Blicke in andere Pfarrerfamilien geworfen und schließlich kluge Verallgemeinerungen gezogen. Der Leser gewinnt so eine Vorstellung, was das Leben in Pfarrhäusern charakterisierte: die Vermischung von Beruf und Privatleben; die häufig deutschnationale Gesinnung, ein theologischer Antijudaismus. Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Pfarrhaus zum Muster des bildungsbürgerlichen Hauses überhaupt. Der unbedingte Wille zur Arbeit und der Konsumverzicht vieler Pfarrer werden als beispielhaft für erfolgreiche kapitalistische Unternehmer dargestellt. Unbedingt lesenswert, wenn auch der Titel etwas anderes erwarten lässt. Jürgen Israel

Christiane zur Nieden
Sterbefasten
Mabuse. 172 Seiten. 19,95 €

Mit 88 Jahren will die Mutter der Autorin sterben. Krank und mit vielen Schmerzen teilt sie ihrer Familie mit: Ich höre auf zu essen und zu trinken. Die Familie akzeptiert dies. Im ersten Teil des Buches wird die Begleitung der Mutter mitsamt den Zweifeln, Zwischenfällen und Hoffnungen geschildert. Denn beim Sterbefasten gibt es vieles zu beachten. Den Mund und die Augen mit Flüssigkeit zu benetzen beispielsweise, die Ausscheidungen zu deuten oder auch Schme