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Preisgekrönt und tief verletzt

Die Jüdin Judith Butler erhält als erste Frau den Adorno-Preis. Und wird heftig attackiert, weil sie Israel kritisiert hat
von Eva-Maria Lerch vom 21.09.2012
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Scharfe Falten liegen um ihre braunen Augen und zerfurchen ihr schmales, blasses Gesicht. »Ich bin tief verletzt«, hat Judith Butler in einer öffentlichen Stellungnahme an ihre Kritiker geschrieben. Dabei war der Anlass, der die amerikanische Philosophin nach Frankfurt am Main geführt hat, eigentlich ein freudiger: Judith Butler hat den Theodor-W.-Adorno-Preis bekommen. Sie ist damit die erste Frau, der dieser renommierte, mit 50 000 Euro dotierte Wissenschaftspreis verliehen wurde.

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