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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2018
Angst
In der Gesellschaft rumort es: Ein Gefühl wird politisch
Der Inhalt:

Nur mit Halsband zur Hadsch

Die chinesische Regierung macht es ihren muslimischen Staatsbürgern immer schwerer, an der traditionellen Wallfahrt nach Mekka teilzunehmen. 2016 durften noch 14 500 chinesische Muslime nach Mekka reisen, dieses Jahr waren es nur 11 500. Muslime, insbesondere aus der Volksgruppe der Uiguren, stünden unter Generalverdacht, beklagt die Gesellschaft für bedrohte Völker. Chinesische Mekka-Pilger würden gezwungen, während der Reise »ein Halsband mit GPS- und QR-Code zu tragen, dem jederzeit Name, Adresse, Foto und aktueller Standort über eine entsprechende App zu entnehmen sind«. Dies sei menschenverachtend und eine massive Verletzung der staatlich zugesicherten Religionsfreiheit. Die staatlich gelenkte Islamische Vereinigung Chinas verteidigt das Vorgehen mit der Sorge um die Sicherheit der Pilger. So könne verhindert werden, dass sich Teilnehmer einer Reisegruppe verlieren.

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