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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2018
Angst
In der Gesellschaft rumort es: Ein Gefühl wird politisch
Der Inhalt:

Die Erwerbsarbeit radikal neu gestalten

Sozialethischer Arbeitskreis Kirchen und Gewerkschaften wendet sich gegen das Grundeinkommen

In einem Punkt sind sich Sozialethiker wie Hans Ruh und die Mitglieder des Sozialethischen Arbeitskreises Kirchen und Gewerkschaften einig: Durch die Digitalisierung wird sich die Arbeitswelt grundlegend verändern. Doch die Antworten, die sie auf diese Anfrage geben, sind höchst unterschiedlich: Während Hans Ruh für ein bedingungsloses Grundeinkommen plädiert, lehnen die Mitglieder des Sozialethischen Arbeitskreises Kirchen und Gewerkschaften dieses Konzept radikal ab. In diesem Arbeitskreis diskutieren Sozialethiker wie Friedhelm Hengsbach oder Heiner Ludwig, Betriebsseelsorger wie Paul Schobel und Gewerkschafter wie Hiltrud Broockmann (Ver.di) oder Gregor Calligari (IG Metall).

In einem vierzigseitigen »Zwischenruf« fordert der Sozialethische Arbeitskreis »eine radikal reformierte Arbeitsgesellschaft«, in der die Erwerbsarbeit im Mittelpunkt steht. Ohne dies zu sagen, orientiert sich dieser Zwischenruf an den Sozialenzykliken verschiedener Päpste. Sie beschreiben die Erwerbsarbeit als zentralen Anker für die Selbstentfaltung des einzelnen Menschen und seine Integration in die Gesellschaft. Dagegen widerspreche »ein bedingungsloses Grundeinkommen«, so der Arbeitskreis, »ethisch dem menschlichen Grundbedürfnis, Leistung zu erbringen und dafür entlohnt und anerkannt zu werden. Die Empfänger von leistungslosem Einkommen werden sich immer als Bittsteller gegenüber dem Staat empfinden müssen.«

Andererseits leugnet der Sozialethische Arbeitskreis nicht, dass das Normalarbeitsverhältnis und die Normalarbeitszeit durch Digitalisierung, Globalisierung, Demografie und Migration an Bedeutung verlieren werden. Gefährlich z