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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2017
Kein Land in Sicht
Im Mittelmeer steckt Europa in einem moralischen Zwiespalt
Der Inhalt:

Poetisches Wimmelbuch

Bilderbuch. Dieses Wimmelbuch ist von der Stiftung Buchkunst zu einem der 25 »Schönsten deutschen Bücher 2017« gekürt worden. Die Jury lobte zu Recht das mustergültige Querformat, das wunderbar glatte, elfenbeinfarbige Papier, die filigranen Bleistiftzeichnungen mit stimmig gesetzten Buntstiftakzenten vorwiegend in Rot-Gelb und die vielen seitenübergreifenden Details und Ideen, mit denen die österreichische Illustratorin Julie Völk ihre Bildergeschichte über die erste morgendliche Fahrt einer Straßenbahn von Endstation zu Endstation fantasievoll und in einem ganz eigenen Stil erzählt. Die meisten Szenen des Buches kommen ohne Worte aus – und sind trotzdem spannend: Da ist der Straßenbahnfahrer, der am frühen Morgen auf der Bank der Straßenbahn erwacht, sich die Müdigkeit aus den Gliedern schüttelt und in seiner blauen Uniform liebenswürdig die ersten Fahrgäste begrüßt. In anheimelndes Laternenlicht getaucht, erwacht die Stadt allmählich zum Leben, die Bahn passiert den Marktplatz, fährt um die »Flitzenkurve« am Rummelplatz vorbei, hält an der Alten Schule und umrundet den Tiergarten. Immer wieder steigen Passagiere ein und aus, entwickeln sich Geschichten und kommen neue dazu. Das Besondere an dieser minimalistisch und mit feinem Strich gezeichneten Hommage an die Wiener Straßenbahn ist ihre verträumte und leise Atmosphäre, die an die Seele rührt, ohne je ins Kitschige zu kippen. Ein außergewöhnlich poetisches Wimmelbuch, in dem Kinder und ihre Eltern und Großeltern mit den Augen auf Entdeckungsreise gehen können und bei jedem Betrachten etwas Neues erspähen.

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