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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2017
Kein Land in Sicht
Im Mittelmeer steckt Europa in einem moralischen Zwiespalt
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 08.09.2017

Douglas Crosby, Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz in Kanada, hat sich in einem offenen Brief an Premierminister Justin Trudeau gewandt, um gegen kanadische Bergbaufirmen zu protestieren: »Wir können die unethische Weise nicht akzeptieren, wie kanadische Minenbetreiber in Lateinamerika oder anderen Regionen der Welt vorgehen.« Es sei nicht hinzunehmen, dass die Regierung in Ottawa Bergbauunternehmen diplomatisch wie finanziell unterstütze, selbst wenn diese erwiesenermaßen in Menschenrechtsverletzungen verwickelt seien.

Guy Verhofstadt, Brexit-Beauftragter des Europäischen Parlaments, hat in der »Süddeutschen Zeitung« die Verhandlungstaktik der britischen Regierung kritisiert. Alle Vorschläge, die jüngst von britischer Seite veröffentlicht wurden, zeigten, »dass die Briten alle Vorteile der EU wollen und keine Verpflichtungen. Keinen Europäischen Gerichtshof, keine Zahlungen, keine Einwanderung von Menschen aus Osteuropa und freie Hand für internationale Handelsverträge«. Diese Forderungen seien unannehmbar, »denn das bedeutet praktisch die Abwicklung der Europäischen Union. Warum sollte dann noch jemand Mitglied der EU sein?«

Yvonne Lott, Soziologin an der Universität Bremen, sieht eine weitere Deregulierung der Arbeitszeiten äußerst kritisch. »Selbstbestimmung klingt gut, ist aber auch eine Einladung zur Selbstausbeutung«, erläuterte sie anhand einer neuen Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Demnach tun sich Beschäftigte im Home-Office deutlich schwerer damit, abends abzuschalten. Besonders für Frauen sei die psychische Belastung bei unvorhersehbaren Arbeitszeiten hoch, da diese immer noch den größeren Teil der Haus-, Pflege- und Erziehungsarbeit übernehmen. Klare Arbeitszeit-Regelungen böten Planungssicherheit, was den Stress für Arbeitnehmer deutlich reduziere.

Papst Franziskus reist im November nach Myanmar und Bangladesch. Myanmars langjährige Militärdiktatur war mit einem aggressiv-nationalen Buddhismus verbunden, der religiöse Minderheiten bekämpfte. Auch unter der derzeitigen Präsidentin, der Friedensnobelpreisträgerin Aung San

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