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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2017
Kein Land in Sicht
Im Mittelmeer steckt Europa in einem moralischen Zwiespalt
Der Inhalt:

Liebe Leserin, lieber Leser,

vom 08.09.2017
Editorial:

wann waren Sie das letzte Mal mutig? Ganz ehrlich: Ich habe lange nichts getan, bei dem ich all meinen Mut zusammennehmen musste. Wie anders geht das den vielen Migranten, die von Afrika aus in kleine Schlauchboote steigen – in der Hoffnung, auf der anderen Seite des Mittelmeeres ein würdevolles Leben zu finden. Wie mutig sind auch die vielen Seenotretter, die ihre Arbeit an den Nagel hängen, um sich bei Organisationen wie Sea-Watch zu engagieren – weil sie nicht dabei zusehen wollen, wie Europa Flüchtlinge ertrinken lässt. Klar ist es richtig, Leben zu retten. Aber ermutigen mehr Retter die Migranten nicht erst, sich in Lebensgefahr zu begeben? Über die Dilemmata der Seenotrettung lesen Sie ab Seite 12.

Politiker, die über Themen wie diese entscheiden, werden häufig angefeindet – von rechts oder von links. Bei aller berechtigten Kritik: Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die sich trotzdem dafür entscheiden, in die Politik zu gehen. Ihnen gebührt Respekt. Beim Mittagessen in der Redaktion von Publik-Forum diskutieren wir oft über die anstehende Wahl. Unser Chefredakteur Wolfgang Kessler ärgert sich, dass das Thema Umwelt im Wahlkampf kaum vorkommt. Wie die Parteien dazu stehen, erfahren Sie bei uns: ab Seite 22. Und es lohnt sich, auch auf unserer Homepage vorbeizuschauen: Vom Jesuiten Klaus Mertes bis zur Rabbinerin Elisa Klappheck verraten uns Prominente, was ihnen an der Bundestagswahl wichtig ist und nach welchen Kriterien sie entscheiden. Ab Mitte September auf Publik-Forum.de.

Öffentlich zu seinen Überzeugungen zu stehen kostet Mut. Besonders wenn es um Religion und den eigenen Glauben geht. Vielleicht haben auch Sie sich schon geärgert, wenn Gläubige als »Mängelwesen« dargestellt werden, »die den Anschluss an Aufklärung und Vernunft verpasst haben«. Dass das besonders häufig auf Theaterbühnen der Fall ist, beschreibt Dirk Pilz ab Seite 26.

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