Mehr Armut durch Freihandel?
Viele Politiker und Ökonomen aus der Europäischen Union setzen große Hoffnungen auf Wirtschaftsabkommen zwischen der EU und drei regionalen Staatengemeinschaften in Afrika. Die Freihandelsabkommen sollen die Volkswirtschaften Afrikas stärken und dafür sorgen, dass weniger Menschen aus diesen Ländern nach Europa fliehen. Kern der Abkommen ist der freie Güterhandel. Das heißt: Die beteiligten afrikanischen Staaten und die Europäische Union sollen die Einfuhrzölle gegenseitig senken. Auf diese Weise sollen afrikanische Exporteure leichter in die EU, die Unternehmer der EU aber auch leichter nach Afrika exportieren können. Als Zugeständnis an die Afrikaner können die Regierungen junge Industrien und heimische Unternehmen gezielt fördern – eine staatliche Förderung wird von Freihandelsabkommen normalerweise verboten.
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