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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2016
In eurer Welt kann ich nicht sein
Warum Liah vor ihrer Familie flieht
Der Inhalt:

Flüge für Flüchtlinge

vom 09.09.2016

Aktivisten aus ganz Europa haben die Bürgerinitiative Let’s fly to Europe gegründet und diese in Brüssel registrieren lassen. Ihr Ziel ist es, Flüchtlingen den gefahrvollen Weg über das Mittelmeer zu ersparen. Stattdessen sollen Asylsuchende das Geld, das sie bisher Schleppern zahlen müssen, in Flugtickets investieren und so ganz legal einreisen dürfen. »Jeder Mensch hat das Recht, Asyl zu beantragen. Unsere Initiative gibt diesem theoretischen Recht eine realistische Chance«, betonen die Aktivisten. Dafür fordern sie eine Änderung der »Richtlinie 2001/51«. Die verbietet zwar keinem Flüchtling, ein Flugticket zu kaufen, doch keine Fluggesellschaft wird ihn befördern, weil ihr immense Kosten drohen. Wird der Asylantrag des Passagiers in Europa abgelehnt, muss die Airline für die Unterkunft aufkommen, den Rücktransport finanzieren und zusätzlich eine Strafe von mindestens 3000 Euro zahlen. Für jeden abgelehnten Asylbewerber müssen die Fluggesellschaften bis zu 50 000 Euro zahlen, schätzen die Gründer der Bürgerinitiative. Das wollen sie ändern. Initiatoren auf deutscher Seite sind die 24-jährigen Politikstudenten Matheus Meinlschmidt und Markus Jaggo. Sie suchen nun Organisationen und einzelne Bürger, die ihr Anliegen unterstützen. Zudem benötigt die Initiative eine Million Unterschriften von EU-Bürgern, um von den Institutionen in Brüssel geprüft zu werden. Demnächst wird das Online-Sammelsystem freigeschaltet.

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