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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2015
Höchste Zeit
Klimakrise: Die Politik, der Papst und die Menschheit. Worauf es jetzt ankommt
Der Inhalt:

Geht doch! Zu Fuß fürs Klima

von Thomas Seiterich vom 11.09.2015
Konfliktstätten aufsuchen: In Flensburg beginnt der Ökumenische Pilgerweg

In Flensburg, an der dänisch-deutschen Grenze, startet am 13. September der »Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit«. Ziel dieser großen Aktion, die zweieinhalb Monate dauern wird, ist die Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen – abgekürzt COP 21 in Paris. Sie findet vom 30. November bis 11. Dezember statt und soll den entscheidenden Durchbruch wider die Klimakatastrophe bringen, unter der insbesondere die Armen und die Dritte-Welt-Staaten wie etwa Vanuatu oder Bangladesch leiden. Papst Franziskus schickte bereits Mitte Juni seine Öko-Enzyklika »Laudato Si« in das geistige Ringen für den Stopp des blinden, profitgierigen Naturverbrauchs. Der ökumenische Fuß-Pilgerweg wird Stätten der ökologischen Hoffnung besuchen und ebenso an Orten der Zerstörung verweilen, etwa in den rheinischen Braunkohle-Abbau-Gebieten.

Die Aktion ist hoch spirituell und hoch politisch: 51 Klostergemeinschaften – von den Franziskanerinnen im oberschwäbischen Reute bis zu den Comboni-Missionaren in Osnabrück-Lengerich – übernehmen die »Gebetspatenschaft« für je einen Tag des Pilgerweges in Deutschland.

Träger des Weges für Klimagerechtigkeit ist ein großer Kreis kirchlicher Institutionen: Von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der methodistischen Kirche über die Bistümer Münster und Speyer bis zu der Deutschen Ordens obernkonferenz, der Vereinten Evangelischen Mission, den Sternsingern und zahlreichen Hilfswerken wie Adveniat und Brot für die Welt.

Auf drei inhaltliche Ziele haben sich die Vorbereiter der Wallfahrt, die jeden Tag eine Entfernung von rund zwanzig Kilometern zurücklegen wird, geeinigt: erstens auf die »Option für die Armen«, denn »die Opfer des Klimawandels sind die neue Gestalt der Armen, Witwen und Fremden, denen besonders die Liebe und Fürsorge Gottes gilt«. Zweitens auf die »Frage der Gerechtigkeit und des daraus resultierenden Friedens« und drittens auf den Dialog, das persönliche Gespräch und den Austausch mit möglichst vielen Menschen längs des Weges. An vielen kleinen und großen Orten, in Pinneberg wie in Remagen, sind Veranstaltungen zum Thema Klimagerechtigkeit vorbereitet.

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