Couchsurfing
Zuerst war da dieser entgeisterte Blick. Von Freunden, Bekannten, Nachbarn. Ich habe ihn häufig gesehen, wenn ich erzählte, dass ich als »Couchsurferin« bei Fremden übernachtet hatte. Wie bitte? Bei fremden Leuten? Noch dazu als Frau? Ja, bei fremden Leuten, als Frau. Ganz ohne vergewaltigt oder ausgeraubt zu werden. Über die Internet-Plattform Couchsurfing kann man in zahlreichen Städten Gastgeber suchen, die einen für eine oder mehrere Nächte aufnehmen. Kostenlos. Mit einem Online-Profil stellen sich Gastgeber und Reisende vor; durch Bewertungen von anderen Reisenden erfährt man, wie zufrieden vorherige Couchsurfer mit dem Gastgeber und der Unterkunft waren. Wer als Couchsurfer unterwegs ist, muss nicht unbedingt selbst Gäste aufnehmen. Und für die Gastgeber gilt: Jede Anfrage kann auch abgelehnt werden.
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