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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2015
Höchste Zeit
Klimakrise: Die Politik, der Papst und die Menschheit. Worauf es jetzt ankommt
Der Inhalt:

Alles so schön fremd hier

von Eva-Maria Lerch vom 11.09.2015
Reisen bildet, heißt es. Doch stimmt das wirklich? Unsere Autorin zweifelt daran. Solange wir in der Ferne nur nach dem Vertrauten suchen, bleiben wir so, wie wir sind
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Gehe jedes Jahr an einen Ort, an dem du noch nie gewesen bist«, lautet eine Lebensregel des Dalai Lama. Ausgerechnet das spirituelle Oberhaupt der Tibeter propagiert das Reisen? Dabei hatten doch schon die frühchristlichen Wüstenväter die »stabilitas loci« gepredigt und vor ziellosem Umherschweifen gewarnt. Und der stoische Philosoph Seneca glaubte, dass Reisen ohnehin sinnlos sei: »Wer übers Meer zieht, verändert den Himmel, aber nicht seine Seele.«

Ich muss gestehen: Mit dem Reisen tue ich mich schwer. In fremden Ländern fühle ich mich oft seltsam verloren. Historische Plätze und Gebäude beeindrucken mich immer nur kurz, und die Erläuterungen von Reiseführern mit ihren Zahlen und Anekdoten langweilen mich meist schon nach wenigen Minuten. In den Städten Siziliens und am Strand von Kroatien war