Passfälscher und Papst
Er war klein und korpulent. Wie klein und wie dick, das können die Besucher des Petersdomes sehen, wenn sie den illuminierten Glassarg betrachten, in dem Papst Johannes XXIII. seit einigen Jahren aufgebahrt ist. Noch als Toter macht dieser völlig außergewöhnliche Papst, der das Zweite Vatikanische Konzil einberief und damit die epochale Wende der katholischen Kirche einleitete, Karriere. Il Papa Buono, der »Gute Papst«, ist bei den Gläubigen rund fünfzig Jahre nach seinem Krebstod so populär, dass sein Sarg aus dem engen Untergeschoss von Sankt Peter hinauf in das Kirchenschiff umgebettet werden musste. Die Menge der Johannes-Verehrer ist einfach zu groß.
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