Spielgeld für Spekulanten
Sie ist ein Hoffnungsschimmer: Die Initiative von Reichen in Deutschland, in Frankreich und auch in den USA für eine stärkere Besteuerung des Reichtums. Nicht dass eine Reichensteuer allein die wirtschaftlichen und sozialen Probleme lösen könnte. Dennoch hebt sich der Vorschlag ab von der Ratlosigkeit der Regierenden und ihrer Zentralbanken. Ihnen fällt zur Lösung der Schuldenkrise immer nur ein, noch mehr Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Sie verhalten sich wie Ärzte, die ein Medikament verschreiben, das die Krankheit eher verstärkt als heilt.
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Reiche für REichensteuerNach US-Milliardär Warren Buffet und französischen Millionären fordern jetzt auch deutsche Reiche höhere Steuern. Michael Otto, Ex-Chef des Versandhauses Otto, hätte kein Problem mit einem höheren Spitzensteuersatz. Auch Hörgeräte-Unternehmer Martin Kind ist für eine höhere Steuerbelastung – aber nur, wenn der Staat sich verpflichtet, die Mehreinnahmen zur Schuldentilgung zu verwenden. »Ein paar Prozentpunkte mehr Steuern machen Wohlhabende nicht arm«, meint der Sänger Marius Müller-Westernhagen. Der ehemalige Versicherungsunternehmer Jürgen Hunke aus Hamburg plädiert für die massive Erhöhung der Erbschaftssteuer.
