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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2020
Beziehungskrise
Wie Masken, Abstand und digitale Kommunikation die Gesellschaft verändern
Der Inhalt:

Selbe Soße, neuer Name

vom 28.08.2020
Ein Lebensmittelkonzern verabschiedet sich vom Begriff »Zigeunersauce«

Die Diskussion über die Verwendung rassistischer Namen und Begriffe im öffentlichen Raum ist in vollem Gange. Nun hat die Firma Knorr, 1838 gegründet und heute Teil des Konzerns Unilever, die »Zigeunersauce« umbenannt. Künftig soll das Produkt »Paprikasauce ungarischer Art« heißen. Der Zentralrat der Deutschen Sinti und Roma hat die Entscheidung gutgeheißen. Es sei gut, dass das Unternehmen hier auf die Beschwerden offenbar vieler Menschen reagiere, sagte der Vorsitzende Romani Rose. Zugleich verwies Rose auf dringlichere Probleme. Der wachsende Antiziganismus in Deutschland und Europa bereite ihm größere Sorgen. »Für den Zentralrat sind vor diesem Hintergrund Zigeunerschnitzel und Zigeunersauce nicht von oberster Dringlichkeit.« Viel wichtiger sei es, Begriffe wie »Zigeuner« kontextabhängig zu bewerten, »wenn etwa in Fußballstadien ›Zigeuner‹ oder ›Jude‹ mit offen beleidigender Absicht skandiert wird«.

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