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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2020
Der Inhalt:

Glauben ist die Lust zu denken

Vor 250 Jahren wurde der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel geboren. In seinem umfassenden Werk sind die Religionen zentrales Thema. Kann Hegel auch eine christliche Spiritualität für heute inspirieren?
von Christian Modehn vom 31.08.2020
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Auf der Suche nach dem Weltgeist: Georg Friedrich Wilhelm Hegel (Fotos: pa/imageBROKER; istockphoto/SuperBelka)
Auf der Suche nach dem Weltgeist: Georg Friedrich Wilhelm Hegel (Fotos: pa/imageBROKER; istockphoto/SuperBelka)
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Der christliche Glaube ist wie ein Sprung, hinein ins göttliche Mysterium«. Diese Weisheit wird viel zitiert und prominent verteidigt, etwa von dem Philosophen Søren Kierkegaard oder den Theologen Karl Barth und Joseph Ratzinger. Letzterer schreibt in seiner »Einführung in das Christentum«: »Immer schon hat der Glaube etwas von einem Sprung an sich.« Das Gegenteil betont der Philosoph Hegel: »Jeder Mensch wird durch seine Vernunft, also im Denken, Schritt für Schritt zu Gott geführt. Was wäre auch sonst der Mühe wert zu begreifen, wenn Gott unbegreiflich ist?«

Hegel hat nie geleugnet, dass seine Religionsphilosophie nicht nur sehr anspruchsvoll, sondern auch anstößig ist. Als Philosoph will er wesentliche Überzeugungen des Christentums für die moderne Welt nicht nur darstellen, sondern geradezu

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