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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2020
Beziehungskrise
Wie Masken, Abstand und digitale Kommunikation die Gesellschaft verändern
Der Inhalt:

Abtreibung nach Vergewaltigung

vom 28.08.2020
In Brasilien tobt ein Streit über den Schwangerschaftsabbruch einer Zehnjährigen

Der Fall eines zehnjährigen Mädchens, das nach einer Vergewaltigung schwanger wurde, polarisiert in Brasilien. Familienministerin Damares Alves, die auch evangelikale Pastorin und strikte Abtreibungsgegnerin ist, gab in den sozialen Medien den Startschuss für eine regelrechte Hexenjagd auf das Kind. Sie bedauerte öffentlich, dass die Justiz dem Mädchen einen Schwangerschaftsabbruch zugestanden hatte. Weil Alves den Namen des Mädchens und den der Klinik in Recife veröffentlichte, gelangte die Zehnjährige nur unter Polizeischutz in die Klinik.

In Brasilien gibt es seit 1940 ein Gesetz, das Frauen nach einer Vergewaltigung eine Abtreibung erlaubt, wenn ein Gericht zustimmt. Radikale Evangelikale wollen das Gesetz abschaffen. Sie haben in Präsident Jair Bolsonaro und seiner Ministerin Alves starke Unterstützer. »Schlimmer als Vergewaltigung

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