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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2019
Attacke von rechts
Wie die AfD im Osten die Kirche spaltet
Der Inhalt:

Von Schuld und Sühne

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 23.08.2019
Das deutsch-israelische Verhältnis wird derzeit wieder erhitzt diskutiert. Es ist deutsche Staatsräson, Israels Sicherheit zu gewährleisten. Aber was heißt das angesichts eines erstarkenden Rechtsnationalismus?
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Am Anfang war das Wort. Staatsräson. Es ist ein großes, schweres Wort, ganz besonders in Bezug auf Israel. Verantwortung liegt darin, und unfassbare Schuld, die Deutschland auf sich geladen hat. Daraus ist dieser eine Satz entstanden, der die deutsche Außenpolitik in Nahost bestimmt: Israels Sicherheit ist deutsche Staatsräson. Das bekräftigte Bundeskanzlerin Merkel in einer Rede vor der Knesset 2008 und fügte noch hinzu: »Das ist niemals verhandelbar.«

Doch was bedeutet diese Zusage in einer Zeit, in der die israelische Regierung immer weiter nach rechts rückt? Was bedeutet sie im Falle eines Krieges, sollte der brandgefährliche Konflikt zwischen den USA und Iran eskalieren? Was bedeutet sie, wenn aus einem jüdischen und demokratischen Staat ein rein jüdischer wird – zulasten demokratischer Pri