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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2019
Attacke von rechts
Wie die AfD im Osten die Kirche spaltet
Der Inhalt:

Vorgespräch: Drei Tage in Literatur baden?

von Markus Dobstadt vom 23.08.2019
Fragen an Bodo Birk, den Geschäftsführer des 39. Erlanger Poetenfests

Publik-Forum: Herr Birk, zum Erlanger Poetenfest Ende August kommen rund hundert Schriftsteller in die Stadt. Was können die Besucher dort erleben?

Bodo Birk: Wer will, kann vom Vormittag bis zum späten Abend Gesprächsrunden, Lesungen oder Ausstellungen besuchen. Im Zentrum des Poetenfests stehen die Bücher, die im Herbst erscheinen und erfolgreiche Werke vom Frühjahr. Manchmal nehmen die Autoren ihr neues Buch dort selbst zum ersten Mal in die Hand. Das sind manchmal berührende Momente.

Wie finden sich die Besucher da zurecht?

Birk: Profis machen sich einen Fahrplan. Aber man kann sich auch treiben lassen. Die meisten Veranstaltungen kosten keinen Eintritt und sind nicht weit voneinander entfernt. Man spaziert von Bühne zu Bühne, bleibt irgendwo hängen, hört zu.

Geht es auch um gesellschaftliche Themen?

Birk: Ja, wir sind auch ein Sachbuchfestival und vertiefen, was auch sonst in der Gesellschaft eine Rolle spielt: Klimawandel, Digitalisierung, dreißig Jahre Mauerfall, die Rolle von sozialen Medien. Aber beim Festival wird anders diskutiert als bei Talkshows im Fernsehen.

Wie denn?

Birk: Etwas ruhiger und nachdenklicher. Vielleicht hat es auch mit dem Live-Charakter der Veranstaltungen zu tun.

Ein Schwerpunkt ist Nature Writing, was ist damit gemeint?

Birk: Die Beschäftigung mit Natur in der Literatur. Damit ist aber nicht nur eine romantisch verklärte Natur gemeint, sondern eine intensive Auseinandersetzung mit der Situation unseres Planeten. Es geht da auch um Naturzerstörung oder um Sehnsucht nach Natur im stressigen Großstadtleben. Auch der Klimawandel ist Thema. Wir haben gezielt nach Autoren gesucht, die sich mit Nature Writing befassen.

Wie hängen Sprache und Gesellschaft zusammen? In einer Veranstaltung geht es um die Verrohung von beiden.

Birk: Wenn man im sprachlichen Umgang keine Achtung zeigt, sinkt auch die Hemmschwelle, jemandem auch körperlich zu schaden. Umgekehrt hat es positive Auswirkungen, so hoffen wir, wenn man darüber nachdenkt, wie man etwas sagt.

Was bietet das Poetenfest für Kinder?

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