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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2017
Vorwärts, Europa!
Wie die Politologin Ulrike Guérot die EU revolutionieren will
Der Inhalt:

Volkslieder, Bolero und Bollywood

Vokal-Pop. A cappella in Deutschland floriert. Auf zahlreichen Festivals und Wettbewerben, aber auch in den Fußgängerzonen trifft man auf »Beatboxer«, die mittels Mund, Nase sowie speziellen Mikrofontechniken verschiedene Schlagzeugarten imitieren. Die Band Maybebop gehört fast schon zum Urgestein der deutschen A-cappella-Szene: Seit 15 Jahren begeistern die vier Vokalkünstler ihr Publikum immer wieder aufs Neue mit originellen Themen, raffiniert-harmonischen Klängen und einer Fülle an verschiedenen Musikstilen. So auch in ihrer neuesten CD »sistemfeler«: Mühelos springen die Sänger darin von Genre zu Genre und musizieren dabei völlig beiläufig überragend virtuos.

Zwischen dem wunderschön arrangierten Volkslied »Dat du min Leevsten büst« und dem originell betexteten »Bolero« kommt garantiert jeder Hörer auf seine Kosten. Auf orientalische Klänge folgt schottischer Folk, und selbst ein deutscher Marsch darf am Ende nicht fehlen – wobei man völlig vergisst, gerade keinem Blechblas-Ensemble zu lauschen. Ein besonderer Hörgenuss verbirgt sich hinter »Versteh das«, einer mitreißenden Bollywood-Nummer mit temporeichem Rhythmus. Darin verweigert der erschöpft von der Arbeit zurückgekehrte Gemahl seiner Gattin die Mithilfe im Haushalt. Mit dem Aggro-Rap »Platzhalter« ist Songschreiber Oliver Gies eine wunderbare Satire auf die zur Schau gestellte Coolness zeitgenössischer Rap-Gruppen gelungen. Abgerundet wird die CD von einem Stück, das gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie aufgenommen wurde: In »Ab und zu ein paar Geigen« sehnt sich ein unscheinbarer Durchschnittsmensch nach mehr Pathos, mehr Musik in seinem Leben. Untermalt wird dieser Wunsch