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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2017
Vorwärts, Europa!
Wie die Politologin Ulrike Guérot die EU revolutionieren will
Der Inhalt:

Leserbriefe

Ideal und Wirklichkeit

Zu: »So herrlich normal« und »Inklusion: Irrweg oder Ausweg?« (14/17, Seite 12-15)

Als ehemaliger Lehrer wundert es mich schon lange, wie die Diskussion um die Inklusion geführt wird: vollkommen undifferenziert in der Frage, ob es sich bei den Kindern um körperlich oder geistig behinderte Schüler handelt. Im Vorspann zum Artikel heißt es, dass Paul »schwerstbehindert« ist. Im Artikel selbst erfährt der Leser, dass es sich um eine körperliche Schwerstbehinderung handelt, die – für mich völlig einsichtig – durchaus ein Abitur möglich machen kann. In dem Artikel »Inklusion: Irrweg oder Ausweg?« wird nicht zwischen körperlicher und geistiger Behinderung unterschieden. Ein wirkliches Problem taucht allerdings auf, wenn von Geburt an hirngeschädigte Kinder an Regelschulen unterrichtet werden sollen. Günter Sternal, Bruchköbel

Ich arbeite seit etlichen Jahren an einer Grundschule in NRW, die sich schon vor zwanzig Jahren auf den Weg zur integrativen, später inklusiven Schule gemacht hat. Leider haben sich die Bedingungen für alle Beteiligten seit dem offiziellen Start der Inklusion in allen Regelschulen laufend verschlechtert. Wir sind unseren Schülern mit Handicap noch nie so wenig gerecht geworden wie in den letzten fünf Jahren. Mittlerweile verlassen die ersten Kinder, die von einer Förderschule kamen, die Regelschulen wieder, weil sie von der Realität der Inklusion unter den jetzigen Bedingungen sehr enttäuscht sind. Gut gemeint ist einfach sehr schlecht, schlechter jedenfalls als eine Förderschule. Birgit Peltzer,