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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2016
Schwester Kuh
Was wir den Tieren schulden
Der Inhalt:

Stichwort: Wie war das mit den Kreuzzügen?

von Norbert Copray vom 26.08.2016
Ursprung, Motivation und Folgen

Rodney Stark
Gottes Krieger
Die Kreuzzüge in neuem Licht. Haffmans & Tolkemitt.
384 Seiten. 12,95 €

Paul M. Cobb
Der Kampf ums Paradies
Eine islamische Geschichte der Kreuzzüge. 15 Abb. 10 Karten. Philipp von Zabern. 428 Seiten. 29,95 €

Thomas Asbridge
Die Kreuzzüge
Klett-Cotta. 806 Seiten. 16,95 €

Jonathan Riley-Smith
Die Kreuzzüge
7 Abb. 11 Karten. Philipp von Zabern. 484 Seiten. 49,95 €

Philipp A. Sutner/Stephan Köhler/Andreas Obenaus (Hg.)
Gott will es
Der Erste Kreuzzug – Akteure und Aspekte. Mandelbaum. 192 Seiten. 19,90 €

Philippe Buc
Heiliger Krieg
Gewalt im Namen des Christentums. Philipp von Zabern. 432 Seiten, 39,95 €

Vor 920 Jahren begann der erste Kreuzzug. Papst Urban II. rief ihn aus, um dem Hilferuf des byzantinischen Kaisers Alexios I. Komnenos angesichts der militärischen Bedrohung Konstantinopels durch sunnitische Muslime nachzukommen. Mehr als 400 Jahre hatte sich kaum jemand im Westen für Jerusalem und die zerstörte Grabeskirche interessiert. Heute bemühen sich islamistische Gruppierungen wie »Islamischer Staat« (IS), ihren mörderischen Kampf als späten Gegenfeldzug darzustellen und ihn mit den damaligen Kreuzzügen zu rechtfertigen.

Rodney Stark, Religionssoziologe und ehemaliger Hochschullehrer der Universität von Washington, hält diese islamistische Sicht für baren Unsinn. In seinem Buch »Gottes Krieger« zeigt er die »Kreuzzüge in neuem Licht«. Er vertritt die These, der Islam selbst habe die Kreuzzüge provoziert, weil muslimische Herrscher ihrerseits expansive Machtpolitik betrieben. Zupackend schildert Stark unter anderem die Eroberungsgeschichte großer Teile Europas, des Mittleren Ostens und Nordafrikas durch muslimische Invasoren.

Paul M. Cobb, Professor für islamische Geschichte an der Universität von Pennsylvania, präsentiert »eine islamische Geschichte der Kreuzzüge« mit dem Titel »Der Kampf ums Paradies«. Er beschreibt anschaulich die Begegnungen zwischen Muslimen und Christen im Mittelalter. Die nichteurozentrische Sicht sieht die Anfänge der westchristlichen Vorstöße

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