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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2016
Schwester Kuh
Was wir den Tieren schulden
Der Inhalt:

Buch des Monats: Mit dem Mut zur Zukunft

Die Alternative zur Alternativlosigkeit

Claus Eurich
Aufstand für das Leben
Vision für eine lebenswerte Erde. Via Nova. 120 Seiten. 12,95 €

Wer Schwierigkeiten bestehen, Düsternis und Ängstlichkeit überwinden will, muss eine bessere Zukunft für möglich halten. Das gilt individuell wie kollektiv. Nur so kann man Kraft gewinnen, die Welt mit ihren zahlreichen Problemen zu gestalten. Dazu braucht es eine »Vision für eine lebenswerte Erde«, zu der Claus Eurich in seinem neuen Buch »Aufstand für das Leben« ansetzt.

Der Journalistikprofessor, Kontemplationslehrer und Führungscoach sieht uns in eine Habgier-Dynamik verstrickt, die dem Kapitalismus strukturell eigen ist. Nach Meinung des Autors greifen Wirtschaftssystem, Gesellschaftsstruktur und persönliche Lebenswelt auf eine ungute Weise ineinander. Weil unser Gehirn kurzfristig an positiven Emotionen orientiert ist, werden langfristige Konsequenzen missachtet und unterschätzt. Eurich sieht sich herausgefordert durch die Rede von der vermeintlichen Alternativlosigkeit. Das mögliche Neue zeige aber »seine Konturen im Erfahren und Aushalten des Gegenwärtigen und damit in dem Mut zum Sein«. Die Zerbrechlichkeit unserer Lage ist die »notwendige Voraussetzung für eine schöpferische Weiterentwicklung«. Wenn wir also unsere Energien angesichts der aktuellen Bedrohungen bündeln wollen, lautet die Schlüsselfrage, »wie wir leben wollen, was wir als wünschbar und wertvoll und was wir als ungut ansehen«.

Eurich versteht den »Geist von Vision und Utopie« sehr differenziert. Er sieht Utopien als das Wünsch- und Machbare an, als eine stete Dynamisierung und Prozessoffenheit, die nicht einfach die Traditionen fortschreibt, sondern eine integr