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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2015
Unter die Haut
Sechs Monate mit syrischen Flüchtlingen unter einem Dach
Der Inhalt:

»Das Internet bringt auch das Böse hervor«

von Florian Höhne vom 28.08.2015
Er ist beileibe kein Untergangsprophet. Und doch glaubt der Philosoph Julian Nida-Rümelin nicht an die große Vision von mehr Demokratie in der digitalen Welt. Im Gegenteil: Er warnt vor der Rückkehr des Prangers
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Publik-Forum: Manche erhoffen sich vom Internet mehr Demokratie und Freiheit, andere fürchten den Verfall von Kultur und Denken. Was meinen Sie?

Julian Nida-Rümelin: Ich gehöre nicht zu den Apokalyptikern, die mit dem Aufkommen des Internets den Untergang des Gutenberg-Zeitalters und des logischen Denkens kommen sehen. Ich bin aber auch keiner von den Enthusiasten, die glauben, mit dem Internet eröffne sich ein Reich der Freiheit, unbeeinflusst von Konzernen und Staaten. Beides hat sich als irreführend herausgestellt.

Wieso?

Nida-Rümelin: Einerseits wird immer noch gelesen und argumentiert: Das »Gutenberg-Zeitalter« ist nicht vorbei. Andererseits haben sich die Träume der Internet a