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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2012
Mordshunger
Die Würde des Tieres ist antastbar
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 24.08.2012

Alejandro Solalinde, mexikanischer Priester und Menschenrechtsaktivist, soll sich aus der Migrantenarbeit zurückziehen und wieder ein normaler Gemeindepfarrer werden. Das hat der zuständige Bischof Armando Campos angeordnet. Solalinde muss die von ihm selbst vor fünf Jahren aufgebaute und inzwischen weltbekannte Herberge für illegale Migranten, »Hermanos en Camino«, verlassen. Der Bischof wirft dem Priester vor, er suche zu sehr die Öffentlichkeit. Solalinde vermutet dagegen, dass die Kirche bei seiner Versetzung »dem Druck des organisierten Verbrechens und einiger Politiker« nachgegeben habe. Er will nun bei der Kirche kündigen und die Migrantenarbeit aus dem Laienstand fortsetzen.

Maria Widl,Pastoraltheologin aus Erfurt, hält es für unerlässlich, dass die Kirche die »Logik der dörflichen Kultur« aufgibt und sich die »Logik der Stadt« aneignet. Die Volkskirche folge noch einem dörflichen Modell, wo man sich kennt, die Hierarchien nicht hinterfragt und wo die Jüngeren selbstverständlich in die Traditionen hineinwachsen. Die Kultur der Zukunft aber werde »säkular und städtisch geprägt« sein und die »entspannende Freizeitgestalt, die sie gegenwärtig für bestimmte Menschen noch attraktiv macht«, verlieren. Vor dieser Veränderung aber brauchten die Christen keine Angst zu haben: »Da das Christentum in der Stadtkultur begründet wurde, kann es ihr auch heute auf theologisch gültige Weise entsprechen«, sagte Widl.

Nurhan Soykan,Generalsekretärin des Zentralrats der Muslime in Deutschland, begrüßt die Aufhebung des Kopftuchverbotes durch den Fußball-Weltverband Fifa. Sie sprach von einem »wichtigen Schritt in Richtung Normalität«. Wie schon bei Rugby oder Taekwondo würden muslimische Spielerinnen nun auch im Fußball nicht mehr ausgeschlossen. Die neue Regel gilt zunächst für eine zweijährige Testphase.

Malayappan Chinappa,Erzbischof im südindischen Chennai, hat gemeinsam mit anderen indischen Kirchenführern und mehr als 5000 Christen bei einem sechsstündigen »Sit-in« gegen die Diskriminierung christlicher Dalits protestiert. Weder die Verfassung noch Gerichte schützten die Grundrechte der Kaste der sogenannte

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