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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2011
Auf Leben und Tod
Streit um die Organspende
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 23.08.2011

Dilma Rousseff, Präsidentin vonBrasilien, ist vom katholischen Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat aufgefordert worden, die indianischen Ureinwohner ihres Landes besser zu schützen. Die indigenen Völker seien durch die wirtschaftliche Ausbeutung der Amazonasregion vom Aussterben bedroht, kritisierte Adveniat-GeschäftsführerBernd Kalschka in einem Brief an die Präsidentin. Nach seiner Einschätzung wird die Region derzeit durch Megaprojekte im Zusammenhang mit einem staatlichen Wachstumsbeschleunigungsprogramm ausgebeutet. Adveniat sei erschrocken darüber, in welch hilfloser Situation sich die dort lebenden Indianervölker befänden. Sie könnten jederzeit komplett ausgelöscht werden.

Wang Lihong, chinesische Menschenrechtsaktivistin, ist wegen »Unruhestiftung« vor Gericht gestellt worden. Dutzende chinesische Bürgerrechtler und Vertreter ausländischer Botschaften wurden von der Polizei am Betreten des Gerichtsgebäudes gehindert. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, das Urteil soll erst später verkündet werden. Die 55-jährige Ärztin hatte im Frühjahr zur Teilnahme an der Jasmin-Revolution aufgerufen. Wegen der vielen Verfahrensfehler sei der Prozess nicht gerecht gewesen, sagte Wangs Anwalt. Der kürzlich aus der Haft entlassene Künstler Ai Weiwei rief über Twitter zur Unterstützung von Wang auf.

Anselm Grün, Benediktinerpater, Autor und Ökonom, hat die Berichterstattung über die weltweite Lage der Börsen kritisiert. »All diese Schwarzmalereien sagen mehr über den Schreiber aus als über die Realität der Welt«, sagte Grün, der auch Cellerar der Benediktinerabtei Münsterschwarzach ist. Entscheidend sei das Vertrauen in die Menschen. Im Übrigen sei nicht der Kapitalismus für die Gier verantwortlich, sondern umgekehrt: »Die Gier fördert den Kapitalismus.«

Adolf Eichmann, Hauptorganisator des Holocaust, erhielt nach Angaben des Wochenmagazins Spiegel im Jahr 1960 Unterstützung vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der Linzer Superintendent Wilhelm Mensing-Braun hatte sich mit einem Schreiben an das kirchliche

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