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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2011
Auf Leben und Tod
Streit um die Organspende
Der Inhalt:

Euro in der Krise

vom 23.08.2011

Zu: »Die Stunde der Wahrheit« (14/11)

Wolfgang Kessler erkennt, dass Sparen, Rettungspakete und Euro-Ausstieg nur Scheinlösungen sind. Aber seine Lösungen Schuldenschnitt, Transaktionssteuer, Euroanleihen, Sozialbedingungen, Regionalwährungen und Euro-Wirtschaftspolitik sind ganz auf eine schon im Untertitel festgelegte Euro-»Währungskrise« fixiert. Schade, wo doch genügend Anzeichen da sind, dass es eine weltweite Krise des Geldsystems ist. Die Explosion der Staatsverschuldungen seit einem halben Jahrhundert war schon vor dem Euro erschreckend, der Zinsanteil in den Verbraucherpreisen stieg ähnlich auf heute circa vierzig Prozent. Täglich wandert allein in Deutschland eine Milliarde Euro von den ärmeren neunzig Prozent zu den reichsten zehn Prozent der deutschen Bevölkerung. Die Probleme dem Euro zuzuschieben halte ich für naiv. Es lenkt fahrlässig von der Wahrheit ab.

Hinrich Ruyter,Kronach

Mir hat gut gefallen, wie fundiert Herr Kessler die Auswege aus der Währungskrise aufzeigt. Die Rettung des Euro ist aber an eine schwierige Voraussetzung geknüpft: einen soliden US-Dollar. Die EU und der Euro haben nur dann eine Chance, wenn die USA die Militärausgaben drastisch senken und die unseriöse Schuldenpolitik beenden. Und es geht nicht ohne eine Umverteilung von oben nach unten. Menschen mit hohem Einkommen haben sich systematisch bereichert und zahlen trotzdem kaum Steuern. Dagegen haben Millionen US-Amerikaner kaum das Nötigste zum Überleben und sind auf Lebensmittelmarken angewiesen. Wie stehen nun die Chancen einer nachhaltigen Erholung des Dollars und damit des Euro? Ich bin pessimistisch, aber damit wir gut schlafen und unseren Urlaub genießen können, sollten wir auch verstärkt für soziale, medizinische und humanitäre Projekte spenden. Da ist das Geld sicher und gut angelegt.

Heinrich Dörflinger,Lörrach

Aus den Lehren wirtschaftlicher und politischer Machtkämpfe, die in zwei Weltkriege führten, entstand die soziale Marktwirtschaft. Sie ist dezentrale Lenkung von Wirtschaft und Politik. Dennoch wurde in beiden Bereichen weiter zentralisiert. »Repräsentative Demokratien« überschuldeten sich mit Unsummen zur Rettung »systemrelevanter« Unternehmen und eigener Misswirtschaft. Und nun soll noch mehr Zentralismus helfen? Soziale Marktwirtschaf

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