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Das gläserne Baby

Krank oder gesund? Untersuchungen an Ungeborenen liefern immer präzisere Antworten. Doch Gewissheit birgt neue Fragen
von Andrea Teupke vom 23.08.2011
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Es ist nur ein kleiner Einstich. Eine Blutprobe der Schwangeren genügt, um die Erbanlagen des ungeborenen Kindes zu untersuchen. Geschlecht, Blutgruppe und viele andere angeborene Merkmale lassen sich im Labor bestimmen – und das schon in der zehnten Schwangerschaftswoche. Was so klingt, als sei es der Fantasie von Science-Fiction-Autoren entsprungen, ist mittlerweile machbar: Im Blut der Mutter schwimmen genügend Eiweißmoleküle, die Erbsubstanz des Fötus enthalten. Mittels neuester Technik können Genlabore innerhalb weniger Tage herausfinden, »ob mit dem Baby alles in Ordnung ist«, wie es häufig euphemistisch heißt. Spätestens Anfang des nächsten Jahres soll der erste Frühtest auf Trisomie 21 (Downsyndrom) in Deutschland auf den Markt kommen.

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