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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2018
Geborgen und unbehaust
Was Religion über Heimat sagt
Der Inhalt:

Leserbriefe

Konflikt um Kommunion

Zu: »Der Streit um Abendmahl« (12/18, Seite 28-30) sowie die Petition (Seite 31) und online

Ökumene begleitet mein Leben seit fünfzig Jahren: Zuerst als Kind mit evangelischen Eltern, die zum Katholizismus konvertieren wollten und von dem Priester, der den Unterricht machte, gefragt wurden: »Warum wollen Sie das? Es ist in unserer Zeit eigentlich nicht mehr nötig, denn beide Kirchen gehören zu demselben Herrn.« Von da an waren sie bis zum Tod als evangelische Christen in der Ökumene engagiert. Ich erlebte als evangelischer Christ mit römisch-katholischer Gattin eine wunderbare ökumenische Trauung mit gemeinsamem Abendmahl der gesamten Hochzeitsgesellschaft. Ich habe später sehr viele Male die Eucharistie empfangen und bin niemals zurückgewiesen worden. Da fühlt sich dieser Diskurs archaisch und wie ein Totenkult an: Ein längst verstorbenes Problem wird formal am Leben erhalten. Tilmann Wolf, Scheidegg

Papst Franziskus hat die Teilnahme der evangelischen Christen an der Kommunion ja nicht untersagt. Die Glaubenskongregation hat ihm aber erklärt, dass das Kirchenrecht formal nur dem einzelnen Bischof, nicht der Bischofskonferenz als ganzer zugestehe, eine Regelung zu treffen. Die Kongregation habe ihn insoweit überzeugt (korrigiert?). Also müssten wir jetzt den Bischöfen Mut machen, die Regelung in ihren Bereichen umzusetzen, was die Mehrheit offensichtlich von selbst tun wird. Mit den anderen müssen wir Geduld haben; daran sind Katholiken ja gewöhnt. Anne Meurer, Aachen