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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2018
Geborgen und unbehaust
Was Religion über Heimat sagt
Der Inhalt:

Spiritprotokoll
Abhängig und frei

von Anne Strotmann vom 27.07.2018
Beim Klettern am Fels fällt mir manchmal der biblische Mose ein. Doch am liebsten denke ich ausnahmsweise gar nicht
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Ich lege meinen Rucksack ab, an dem die Kletterschuhe baumeln, das Seil, die Expressen und Karabiner und ziehe meine Schuhe aus. Das mache ich immer zuerst. Als Theologin fällt mir dabei manchmal Mose ein, der auch erst die Schuhe auszog, bevor er die Stimme Gottes in der Natur hören konnte. Gibt es eine Theologie des Kletterns? Berge jedenfalls, je höher sie sind, galten schon immer als Wohnorte der Götter. Für die Bewohner der Anden sind die Berggipfel selbst beseelt, sie nennen sie Apus. Seitdem ich das weiß, habe ich eine Angewohnheit: In den Bergen schütte ich bei einer Rast erst ein bisschen von meinem Trinkwasser auf die Erde, Pacha Mama, dann schnipse ich ein paar Tropfen in Richtung der Apus. Einmal war ich mit einem islamischen Theologen aus dem Iran klettern. Auch ihm bedeuteten die Berge viel. Dort lauschen

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