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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2017
Wie viel Religion verträgt die Kunst?
Eine Spurensuche auf der documenta
Der Inhalt:

Surreale Bibelkunst

vom 21.07.2017
PFplus

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Ausstellung. Mit erhobenem Zeigefinger und goldener Krone thront ein bärtiger Mann (ist es Gott?) majestätisch in einem weltraumartigen Gefilde und lässt dabei alles Irdische klein und belanglos erscheinen. Das Bild Eitelkeit der Eitelkeiten ist eine von 105 Lithografien aus der Biblia Sacra von Salvador Dalí. Bis zum 3. September kann man die Ausstellung im Münchner Künstlerhaus besuchen. Die Grafiken Dalís zum Alten und Neuen Testament gelten mit ihrer einzigartigen Farbmischtechnik als bedeutendste Bibelillustrationen des 20. Jahrhunderts. Entstanden sind sie in den Jahren 1963 bis 1965 – und zwar auf Anregung des frommen Arztes Giuseppe Albaretto, der seinen engen Freund Dalí mit dem Auftrag zu Gott und zur Kirche zurückführen wollte, was mit Blick auf Dalís spätere religiöse Werke durchaus gelang. Die Suite stammt aus der Sammlung des Bamberger Kunstkontors Richard H. Mayer und wurde so noch nie gezeigt. Parallel zur Ausstellung bietet das Münchner Künstlerhaus ein buntes kulturelles Rahmenprogramm von Lithografie-Workshops bis zu Flamenco-Abenden. In einer Sonderausstellung kann man zudem Dalís Illustrationen zu Dantes »Göttlicher Komödie« bewundern.

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