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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2017
Wie viel Religion verträgt die Kunst?
Eine Spurensuche auf der documenta
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 21.07.2017

Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin der Linkspartei, will keine strikte Trennung von Kirche und Staat: »Die Kirchen könnten noch viel stärker eine kritische Stimme, ein kritisches soziales Gewissen der Gesellschaft sein.« Sie schätzt eine Nähe von Christentum und Sozialismus: »Wenn ich mit Christen diskutiere, bin ich immer wieder überrascht, wie viele Gemeinsamkeiten es gibt. Die Gebote der Nächstenliebe und der Solidarität stehen beide im Widerspruch zur neoliberalen Ellbogengesellschaft.« Sie selbst sei ohne Religion aufgewachsen. »Ich freue mich aber, wenn ich Menschen begegne, die ihre Kraft für soziales Engagement aus ihrem Glauben schöpfen.« Wagenknecht stellte sich hinter die Verträge zwischen den Kirchen und dem Staat: »Zu sagen, das kappen wir alles, halte ich für falsch.«

Hans Tremmel, Diözesanratsvorsitzender in München, schlägt einen »Europäischen Kirchentag 2027« in München vor. Er plädiert dafür, sich an den Planungen der evangelischen Kirche zu beteiligen. Auch andere Religionen sollten eingeladen werden. Tremmel: »Ein solcher Kirchentag wäre ein Kontrapunkt in wahrlich schwierigen Zeiten.« In München fand bereits 2010 ein deutscher Ökumenischer Kirchentag statt. Der nächste ist für 2021 in Frankfurt am Main geplant.

Kim Otto, Journalismus-Professor an der Universität Würzburg, bestreitet im Fachblatt Medium Magazin einen Vertrauensverlust der Deutschen in die Medien infolge der »Lügenpresse«-Debatten. »Der angeblich massive Vertrauensverlust ist ein Mythos – leider mit weitreichenden Folgen.« Ottos jährlich erstellter Tenor Medienvertrauen beruht auf Zahlen des Eurobarometers 2016, einer regelmäßigen jährlichen Befragung in der Europäischen Union. Der Presse vertrauen 55,7 Prozent der Deutschen; exakt zehn Prozent mehr als 2015. Beim Fernsehen stieg die Zustimmung von 54,7 auf 60,5 Prozent, den höchsten Wert seit 2001. Beim Radio stieg das Vertrauen von 60,4 auf 67,8 Prozent.

Peter Magyari, ungarischer Journalist, fordert die EU auf, mehr Druck auszuüben angesichts der drastischen Einschränku

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