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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2017
Wie viel Religion verträgt die Kunst?
Eine Spurensuche auf der documenta
Der Inhalt:

Kirchen zu verkaufen in den Niederlanden

vom 21.07.2017

Seit Dezember läutet die Kirchturmglocke im holländischen Afferden bei Nijmegen nicht mehr. Stattdessen weht eine kleine orange Gebetsfahne im Vorgarten des Pfarrhauses. Buddhistische Mönche gehen, von Kopf bis Fuß in orange Gewänder der thailändischen Theravada-Tradition gehüllt, durch das 1600-Seelendorf. Den Leuten in Afferden macht das nichts. Sie waren offen für andere Religionen beim Verkauf ihrer Dorfkirche. Der Grund: Zu wenige Kirchgänger und zu teurer Unterhalt. Die neugotische Kirche aus dem 19. Jahrhundert ist seit Mai der erste Dhammakaya-Tempel in den Niederlanden. Der erste buddhistische Mönch im Dorf ist Luang phi Sander. Der 39-jährige Niederländer entschied sich während des Psychologiestudiums, Buddhist zu werden. Er lernte in Thailand und baut heute das Meditationszentrum in Afferden auf. – In den Niederlanden schließen pro Woche im Schnitt zwei Kirchen. Der An- und Verkauf von Kirchen boomt. Es gibt Immobilienfirmen, die sich auf Kirchen spezialisiert haben, sowie eine Hotelkette, die vor allem Kirchen aufkauft und umbaut.

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