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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2016
CETA, TTIP und TISA stoppen! Fairhandel statt Freihandel
Der Inhalt:

Kirchliche Positionen zu TTIP

vom 22.07.2016

Aus der Gemeinsamen Erklärung der katholischen Bischöfe der
Europäischen Union und der katholischen Bischöfe der USA

Es ist wichtig, dass alle Menschen Mitspracherechte an den Entscheidungen, die ihr Leben beeinflussen, haben. Das Prinzip der Menschenwürde verlangt Transparenz und das Recht der Menschen, an Entscheidungen teilzunehmen, die Auswirkungen auf sie haben. Das Recht auf Teilhabe sollte insbesondere Anwendung in den Aushandlungen des TTIP-Abkommens und anderer Handelsvereinbarungen finden. Das Recht sollte in Foren und durch Prozesse verfolgt werden, die gewährleisten, dass die Meinungen aus den betroffenen Bereichen der Gesellschaft gehört werden können und dass ihre Interessen in jedweder Vereinbarung reflektiert werden. Gerechtigkeit muss in jeder Phase des wirtschaftlichen Handelns Anwendung finden; die Regeln der Gerechtigkeit müssen vom Beginn des wirtschaftlichen und politischen Prozesses respektiert werden und nicht nur im Nachhinein oder beiläufig.

In seinem Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium erklärt Papst Franziskus: »Die weltweite Krise, die das Finanzwesen und die Wirtschaft erfasst, macht ihre Ungleichgewichte und vor allem den schweren Mangel an einer anthropologischen Orientierung deutlich – ein Mangel, der den Menschen auf nur eines seiner Bedürfnisse reduziert: auf den Konsum.«

Unsere Lehre stellt den Menschen – und vor allem die Ärmsten und Schwächsten – an oberste Stelle. Das vorgeschlagene TTIP-Abkommen muss sich an diesen hohen Standards messen lassen.

Aus der Erklärung von Brot für die Welt und Diakonie Deutschland

Die evangelische Werke Brot für die Welt und Diakonie Deutschland setzen sich für eine faire und nachhaltige Handelspolitik weltweit ein. Eine solche Handelspolitik muss das Wohlergehen aller davon betroffenen Menschen und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen über die Ziele der Ausweitung von Handelsvolumen oder der Steigerung des Wirtschaftswachstums stellen. Internationale Handelsabkommen sollen die Entwicklung hoher ökologischer und sozialer Standards fördern. In der globalisierten Welt sollten die Regularien für den internationalen Handel in erster Linie auf multilateraler Ebene und unter Einbeziehung der Staatengemeinschaft erfolgen. Bilaterale oder regionale

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