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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2016
CETA, TTIP und TISA stoppen! Fairhandel statt Freihandel
Der Inhalt:

Kampf gegen den Hunger

Netzwerk FIAN gibt Kleinbauern neue Hoffnung und hilft entrechteten Arbeitern

Die Bilder wird Gertrud Falk niemals vergessen. 2003 war die Sozialwissenschaftlerin in Uganda und besuchte Kaffeebauern, die von ihrem Land vertrieben worden waren. »Familien lebten in Lehmbauten, in denen ich nicht einmal stehen konnte. Sie aßen nur einmal am Tag – zumeist Maisbrei. Die Eltern waren ohne Arbeit, alkoholabhängig und traumatisiert. Junge Mädchen verkauften Sex für Essen. Es war entsetzlich«, erinnert sie sich. Seit 2000 arbeitet die 52-Jährige für FIAN – das Food First Informations- und Aktionsnetzwerk. Sie macht Öffentlichkeitsarbeit, organisiert Fortbildungen für ehrenamtliche Mitarbeiter und Multiplikatoren, reicht Berichte bei der UN ein, kümmert sich um enteignete Kleinbauern und entrechtete Arbeiter.

FIAN wurde 1986 als Organisation im Kampf gegen den weltweiten Hunger gegründet. Mittlerweile hat sich das Themenspektrum um die Themen Landenteignung, Klimawandel, Ausbeutung und Gendergerechtigkeit erweitert. FIAN hat in Deutschland etwa tausend spendende Mitglieder – etwa ein Zehntel der Mitglieder arbeitet aktiv mit. Stiftungen und kirchliche Hilfswerke unterstützen FIAN mit Projektgeldern. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich und die acht Kollegen von Gertrud Falk in Teilzeit.

Ähnlich wie Amnesty International arbeitet FIAN in lokalen Arbeitsgruppen, organisiert Brief- und Protestaktionen, macht politische Lobbyarbeit und kämpft für die Rechte jener, denen die Globalisierung ihre Existenzgrundlagen nimmt. »Betroffene dürfen sich darauf verlassen, dass FIAN einen langen Atem hat. Die ehemaligen Kaffeebauern in Uganda sind bereits vor 15 Jahren vertrieben worden. 2013 endlich gab es das Urteil: Entschädigung. Natürlich