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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2016
CETA, TTIP und TISA stoppen! Fairhandel statt Freihandel
Der Inhalt:

Fairhandel braucht die Welt

Weltweit verhandeln Politiker über Freihandelsabkommen, die die billigsten Anbieter fördern, auch wenn sie Mensch und Natur ausbeuten. Eine faire Zukunft für alle Menschen bietet jedoch nur eine Weltwirtschaft, die auf gerechtem Handel, ökologischer Verantwortung und demokratischer Beteiligung der Menschen beruht. Dafür braucht es Fairhandels-Abkommen. Sie sollten mindestens vier Grundprinzipien vertraglich verankern:

1. Soziale und ökologische Mindeststandards: Dann dürfen nur Produkte zollfrei eingeführt werden, die unter Wahrung der UNO-Kernarbeitsnormen, unter Achtung der Menschenrechte sowie möglichst ohne Giftstoffe hergestellt wurden. Erfüllen Unternehmen diese Bedingungen nicht, indem sie T-Shirts in baufälligen Fabriken zu Hungerlöhnen herstellen lassen, dann werden diese nicht importiert oder mit hohen Zöllen belegt. Auf diese Weise würden Produzenten belohnt, die besonders fair und besonders nachhaltig produzieren.

2. Schutz der Gemeingüter: Solche Abkommen müssen sicherstellen, dass öffentliche Güter wie Wasser, Gesundheit, Bildung oder auch Wälder nicht an private Konzerne verkauft werden, damit diese hohe Renditen erzielen. Stattdessen müssen diese Gemeingüter allen Menschen zur Verfügung stehen, ohne dass Wasser oder Wälder übernutzt werden. Die staatliche oder kooperative Verwaltung dieser Gemeingüter muss Vorrang haben vor wirtschaftlichen Interessen.

3. Eigenständige wirtschaftliche Entwicklung: Von Freihandel profitieren vor allem exportstarke Wirtschaftszweige, während lokale Produzenten oft unter billigen Importen leiden. Di