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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2016
CETA, TTIP und TISA stoppen! Fairhandel statt Freihandel
Der Inhalt:

Fäuste in der Luft

Kriegsgebrüll und Terrorbilder machen aus Attentätern Helden: Zeit für Abrüstung

Brutale Gewalt bestimmt in diesen Tagen das Bild, das wir uns von der Welt machen. Attentate, Polizeigewalt, Militärputsch, Radikale. Ob USA, Türkei, Frankreich oder Deutschland: Die Spaltung der Gesellschaft(en) ist das Topthema hinter allen Schlagzeilen. Kulturkämpfe, Religionskriege und »Rassenkämpfe« werden heraufbeschworen. Vom Krieg spricht auch die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen nach dem Attentat in Nizza. Es sei endlich Zeit für Aktion, Zeit für den Krieg gegen den Islamismus.

Wofür es tatsächlich endlich Zeit ist, ist illustrative und verbale Abrüstung. Die Welt scheint uns um die Ohren zu fliegen, und immer krassere, brutalere Bilder von Gewalt und Gegengewalt und immer lautere Rufe nach sofortigen und harten Konsequenzen tragen dazu bei.

Denn eines haben alle Attentäter gemeinsam: Ihre eigene Erbärmlichkeit wird groß an den Bildern, die ihre Taten produzieren, dem Echo in der medialen Welt. Gerechtigkeit, Werte, Religion sind nicht ihr Motiv. Sondern die Fantasie, ein Krieger im Kampf der Welten zu sein. Und jeder kann mitmachen, ganz einfach. Eifrig werden Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken geteilt. Das Attentat wird zur hochauflösenden Werbekampagne. Gewaltpornografisches Klima und Kriegsrhetorik produzieren Nachahmer, die ihre Machtfantasien unter die nächstbeste ideologische Fahne stellen und so mit Sinn veredeln. Faust in die Luft, und auf geht’s mit Kriegsgebrüll – für die Sache. Den Islam. Die Schwarzen. Die Nation. Wirklich?

Es ist Zeit für Gegenbilder. Der US-amerikanische Philosoph und Bürgerrechtler Cornel West würdigte Mut und Vision der Black-Lives-Matter-Bewegung. Doch ihre Wut solle nicht von Hass u