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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2016
CETA, TTIP und TISA stoppen! Fairhandel statt Freihandel
Der Inhalt:

Stichwort: Demokratie verteidigen

von Norbert Copray vom 22.07.2016
Wie lassen sich die Übergänge zum Postkapitalismus gestalten?

Sahra Wagenknecht
Reichtum ohne Gier
Wie wir uns vor dem
Kapitalismus retten. Campus. 292 Seiten. 19,95 €

Wendy Brown
Die schleichende
Revolution
Wie der Neoliberalismus die
Demokratie zerstört. Suhrkamp. 332 Seiten. 29,95 €

James K. Galbraith
Wachstum neu denken
Was die Wirtschaft aus den
Krisen lernen muss. Rotpunktverlag. 304 Seiten. 32 €

Tomás Sedlácek/Oliver Tanzer
Lilith und die Dämonen des Kapitals
Die Ökonomie auf Freuds Couch. Hanser. 350 Seiten. 26 €

Caspar Dohmen
Otto Moralverbraucher
Vom Sinn und Unsinn
engagierten Konsumierens.
Orell Füssli. 221 Seiten. 18,95 €

Paul Mason
Postkapitalismus
Grundrisse einer kommenden Ökonomie. Suhrkamp.
429 Seiten. 26,95 €

Monatlich erscheinen mindestens zwei neue kapitalismuskritische Bücher. Die dort enthaltenen Analysen, was denn der Kapitalismus eigentlich sei, machen häufig neunzig Prozent des Textumfangs aus. Gerade einmal zehn Prozent sind einer künftigen Perspektive gewidmet.

Das gilt auch für das Buch »Reichtum ohne Gier« der Volkswirtin und Politikerin Sahra Wagenknecht. Mit kritischem Sachverstand und etlichen Fallbeispielen entlarvt die Fraktionsvorsitzende der Partei »Die Linke« die »Lebenslügen des Kapitalismus«. Dazu zählen zum Beispiel der – vermeintliche – Wettbewerb, der oft keiner ist, und die vielbeschworene »Marktmacht«, die oft genug als »Innovations- und Qualitätskiller« wirkt. Wirtschafts- und sozialpolitisch ist ihre Kritik trefflich. Vehement tritt sie für eine soziale Marktwirtschaft ein, die ihren Namen verdient. Dazu gehören Gemeinwohlbanken, haftendes Eigentum, Gemeineigentum.

Entscheidend für die Aushöhlung der sozialen Marktwirtschaft war und ist die »schleichende Revolution«. So nennt Wendy Brown, linke Professorin für Politikwissenschaft in Kalifornien, den Siegeszug des Neoliberalismus. Im Anschluss an den Philosophen und Soziologen Michel Foucault (1926-1984) analysiert sie den Neoliberalismus als den Versuch, unser gesamtes Denken und Handeln den ökonomischen Erfordernissen von Kapitalbes

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