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Nacktkultur und Lebensreform

vom 24.07.2015
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Ausstellung. Alternative Lebensentwürfe gab es schon vor über hundert Jahren: Im Umkreis Berlins entstanden ab Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Landkommunen, Nacktkolonien, Reformschulen und Gartenstädte. Diesem Aufbruch widmet das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam eine Sonderausstellung. Im Mittelpunkt stehen zentrale Strömungen wie Naturheilkunde, Vegetarismus, Nacktkultur und Siedlungsbewegung als Reaktionen auf Industrialisierung und Urbanisierung. Die Schau schlägt den Bogen von der Gründung des Friedrichshagener Dichterkreises 1890 und der Obstbaukolonie Eden bei Oranienburg 1893 über die Wandervogelbewegung bis zur Reformschule Adolf Reichweins in Tiefensee. Insgesamt 252 Exponate, darunter Fotografien, Gemälde, Bücher, Zeitschriften und auch Gebrauchsgegenstände, illustrieren die Vielfalt der Lebensreformbewegungen. Die Ausstellung »Einfach. Natürlich. Leben. Lebensreform in Brandenburg 1890-1939« ist noch bis zum 22. November in Potsdam zu sehen.

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