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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2020
Der Gott von gestern
Warum die Kirchen in der Krise sprachlos sind
Der Inhalt:

Grüne Tara, freie Frau

von Sylvia Wetzel vom 10.07.2020
Im Tibetischen Buddhismus wird die »Grüne Tara« seit Jahrhunderten verehrt.Für heutige Frauen kann sie ein kraftvolles Symbol weiblicher Stärke und Spiritualität sein

Sie ist ein weibliches Symbol des Erwachens: Seit dem zweiten Jahrhundert nach Christus gibt es Geschichten und Abbildungen der Grünen Tara in Indien. Im elften Jahrhundert brachte der indische Gelehrte Atisha die Praxis nach Tibet. Zwei Jahrhunderte später erzählten die Tibeter, ihr Volk stamme von der Grünen Tara ab. Noch heute sind ihre Mantras die beliebtesten in Tibet und im indischen Exil. Sie werden auch bei tibetischen Buddhisten im Westen gerne rezitiert.

Der Name Tara bedeutet Befreite und Befreierin, von Sanskrit tri, wörtlich »schwimmen«. Wer vom Ufer des Leidens ans Ufer des Erwachens schwimmen kann, kann auch andere hinüber begleiten oder in übertragener Bedeutung »retten«. Tara, die Befreierin – oder in moderner Sprache die freie Frau –, steht für vier Qualitäten, die durch ihre Haltung symbolisiert werden.

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