Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2019
Raus aus der Angst!
Kirchentag 2019. Worauf man vertrauen kann
Der Inhalt:

Liebe – auch für uns?

Kirchentage, fremde Welten: Eine Autorin, eine Aktivistin und eine Imamin finden sie trotzdem gut – unter gewissen Bedingungen

»Ich engagiere mich seit Dezember 2018 bei Fridays for Future. Bei der allerersten Demo in Göttingen war ich schon dabei. Seitdem lässt mich das Thema nicht mehr los. Ich fände es gut, wenn wir allgemein mehr mit den Kirchen zusammenarbeiten würden. Die haben so viele coole Räume, überall, in jedem Dorf, auch da, wo andere Organisationen keine haben. Die könnten wir gut gebrauchen, um dort unsere Streiks zu organisieren. Vielleicht fänden dann auch die Eltern und Großeltern Fridays for Future cool, wenn auch die Kirchen dahinterstehen? So ähnlich hat das ja schon bei anderen gesellschaftlichen Bewegungen funktioniert. Also, ihr Christen: Macht die Kirchen auf!«

»Sind Kirchentage noch zeitgemäß? Die Idee an sich ist sehr gut, sie zielt auf gesellschaftlichen Zusammenhalt. Aber wenn in jedem Jahr fast 300 000 Menschen die Kirchen in Deutschland verlassen, müssen die sich an die eigene Nase fassen: Was machen wir falsch? Viele Menschen merken offenbar nicht mehr, dass ihre Bedürfnisse von den Kirchen wahrgenommen werden. Sie ärgern sich, weil über sie hinweggeredet wird. Sie gehen aber auch von den Kirchen weg, weil sie sie nicht für ehrlich erachten. Ganz oft fällt das Wort ›verlogen‹. Leider ist auch der interreligiöse Dialog nie ehrlich geführt worden. In Dialogforen redet man sich ganz viel schön. Ich fasse nach: ›Redet ihr über Zwangsehen? Über Ehrenmorde im Namen der Religion?‹ Nein, das lassen sie aus! Wenn wir als Freunde leben wollen, müssen wir ehrlich miteinander streiten, müssen sagen, wie unsere Haltung zu dieser Gesellschaft ist. Wir müssen über unsere Werte sprechen.«

»Wo möchte ich