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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2018
Die geheimnisvolle Kraft der Kreativität
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

vom 06.07.2018

Isabel Sievers/
Florian Grawan (Hg.)
Fluchtmigration, gesellschaftliche Teilhabe und Bildung
Brandes & Apsel. 222 Seiten. 24,90 €

Die Bildungsforscher Isabel Sievers und Florian Grawan stellen den ethischen Kodex der Leibniz-Universität Hannover ins Zentrum ihrer Publikation. In ihrem Sammelband berichten sie, wie sie sich mit »Migration und Flucht« auseinandersetzen, ob interdisziplinär in Forschung oder Lehre, ob praktisch in Studien- und Rechtsberatung für Flüchtlinge oder didaktisch-experimentell in einer Leibniz-Werkstatt für Helfer. Für empirische Studien sei es oberstes Gebot, die persönliche Lage heimatvertriebener Probanden nicht zu verschlechtern, vor allem deren Daten zu schützen und stets deren Einverständnis einzuholen. Wichtig sei auch, analytisch der Vielfalt der Befragten gerecht zu werden, Themen bewusst gleichgewichtig aus deutscher wie aus kulturell fremder Sicht zu betrachten. Letztlich versuchen die Herausgeber herauszufinden, wie sich Migration auf Mensch und Gesellschaft auswirkt, ob Ausländer echte Teilhabe und Respekt erfahren – oder nur soziales Gefälle und Vorurteile. Die Texte sind geschrieben, als führten die Autoren ein akademisches Selbstgespräch. Ehrenamtliche wie Migranten dürften es schwer haben, Ratschläge entziffern zu können. Ernst Rommeney

Hans Joas/Robert Spaemann
Beten bei Nebel
Herder. 80 Seiten. 14 €

Im Jahr 2015 wurden die beiden katholischen Philosophen Hans Joas und Robert Spaemann zu einem Streitgespräch über die Zukunft des christlichen Glaubens gebeten. Das vorliegende Bändchen dokumentiert dieses mitunter nicht mehr ganz aktuelle Gespräch. Darin geht es um den zunehmenden Glaubensverlust und die angebliche oder tatsächliche »Entzauberung« der Welt, um die Kirche »zwischen Anpassung und Beliebigkeit« – eine merkwürdige Alternative –, um die Rolle von Papst Franziskus und um die Idee eines Naturrechts. Die beiden Denker trennt, was die Analyse und mögliche »Rezepte« angeht, mehr als sie verbindet. Spaemanns Positionen erweisen sich vielfach als vormodern und rigide, gestützt auf eine »juristische Lektüre des Evangeliums«, wie Joas konstatiert. Der Sozialphilosoph selbst widerspricht dem 91-Jährigen des Öfteren, bekommt aber nicht immer die Chance, seine Argumente z

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