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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2017
Wem gehört die Welt?
Einblicke in die Machtverhältnisse des globalen Kapitalismus
Der Inhalt:

Vorgespräch: Klangwolken und das All

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 07.07.2017
Fragen an Ewald Liska, künstlerischer Leiter des Festivals »Europäische Kirchenmusik« in Schwäbisch Gmünd

Publik-Forum: Herr Liska, was verbindet Kirchenmusik aus Dänemark mit der aus Griechenland? Gibt es überhaupt so etwas wie europäische Kirchenmusik?

Ewald Liska: Gemeint ist Musik in Europa. Wobei es in Mitteleuropa mit deutschem Barock und italienischer Renaissance durchaus so etwas wie europäische Kirchenmusik gibt. Wir haben für unser Festival Musiker aus ganz Europa eingeladen: Kirchenmusiker aus Portugal mit höfisch-eleganter Barockmusik treten genauso auf wie eine Vokalgruppe aus Estland, die Popmusik macht.

Also gibt es auf dem Festival nicht »nur« Orgel und Bachkantaten zu hören?

Liska: Nein. Die Aufführung von Bachs h-Moll-Messe oder das Open-Air-Konzert des amerikanischen Organisten Cameron Carpenter, der auf dem Johannisplatz auf seiner »Touring Orgel« ein buntes Repertoire von Bach bis Piazzolla zum Besten gibt, sind Teil des Programms. Wir freuen uns aber auch auf Wolfgang Rihm, der zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart zählt. Und ich bin besonders gespannt auf ein Frauenduo für Violoncello und Akkordeon, das Hildegard-von-Bingen-Bearbeitungen vortragen wird und Musik des zeitgenössischen japanischen Komponisten Toshio Hosokawa.

Wie kamen Sie auf den Titel des Festivals, »In Raum und Zeit«?

Liska: Wir wollen Musik in ihrer historischen Dimension, aber auch länderübergreifend erleben. Wir bespielen mit unserem Festival sakrale Räume – vier wunderbare Kirchen in der Altstadt und ein Kloster – genauso wie öffentliche Plätze der Stadt und bieten den Besucherinnen und Besuchern die Chance, eine Auszeit zu nehmen, um Raum und Zeit einmal anders zu erfahren. Musik beschallt uns ja im Alltag häufig, sie läuft so mit zwischen Wachwerden, Rasieren und Frühstücken. Wir wollen uns ganz bewusst einlassen auf die Musik, den Raum, aufs Hier und Jetzt.

Wie passt ein Abend mit dem Astrophysiker Harald Lesch da ins Programm?

Liska: Harald Lesch wird über das Weltall sprechen, die Entstehung der Erde und aktuelle Trends der Astrophysik. Zwischendrin wirft er den Ball einem Orgelpartner zu, der improvisieren wird.

Wie viel Spiritualität schwingt da mit?

Liska: Ich verstehe unter Spiritualität keine

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