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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2017
Wem gehört die Welt?
Einblicke in die Machtverhältnisse des globalen Kapitalismus
Der Inhalt:

»Damit der IS nicht das letzte Wort hat«

von Georg Pulling vom 07.07.2017

»Wir dürfen die Christen im Irak nicht im Stich lassen«, sagt der Linzer Bischof Manfred Scheuer. Im Februar besuchte er die zerstörte Region Mossul. Jetzt engagieren sich fünf österreichische kirchliche Organisationen in der nordirakischen Ninive-Ebene. Rund 100 000 Christen und Angehörige anderer religiöser Minderheiten mussten im Sommer 2014 vor den IS-Terroristen fliehen. Mossul und die angrenzende Ninive-Ebene waren »christenfrei«. Vor einigen Monaten wurde der IS vertrieben, und nun steht die christliche Existenz in der Region auf der Kippe. Wollen die Christen in ihrer Heimat noch eine Chance auf Zukunft haben, müssen sie möglichst rasch zurückkehren und ihre demolierten Städte, Dörfer und Häuser wieder aufbauen. Die ersten Flüchtlinge sind bereits da. Für den Wiederaufbau in der gesamten Ninive-Ebene, in der hauptsächlich Christen lebten, braucht man geschätzt über 250 Millionen Dollar. 13 000 Häuser in neun christlichen Dörfern oder Städten müssten aufgebaut werden. Das ist für jede kirchliche NGO ein nicht zu stemmender Betrag. Deshalb konzentrieren sich die fünf NGOs aus Österreich auf das kleine Dorf Baqofa. In dem Ort, 25 Kilometer nördlich von Mossul, lebten vor der Vertreibung rund hundert christliche Familien. Bisher kehrten dreißig zurück. Mittelfristig könnte über die Hälfte der einstigen Bewohner heimkehren. Als Erstes muss ein neuer Dorfbrunnen gegraben werden.

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