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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2017
Wem gehört die Welt?
Einblicke in die Machtverhältnisse des globalen Kapitalismus
Der Inhalt:

Nach dem Austritt nun der Wiedereintritt

vom 07.07.2017

Die Jüdische Gemeinde Frankfurt hatte im Sommer vor drei Jahren den Rat der Religionen unter Protest verlassen. Ende Juni beschloss die Gemeinde nun ihren Wiedereintritt, was den Ratsvorsitzenden, den katholischen Theologen Joachim Valentin, »sehr freut«. Die Jüdische Gemeinde begründet ihre Entscheidung: »In Zeiten von Terrorismus und zunehmendem Antisemitismus ist es wichtiger denn je, einen breiten Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften untereinander und auch mit den nichtreligiösen Teilen unserer Gesellschaft zu pflegen. Deshalb haben wir uns entschieden, unsere Positionen und Erfahrungen im interreligiösen Dialog wieder in den Rat der Religionen einzubringen.« Den Austritt im Jahr 2014 hatte laut Jüdische Allgemeine ein Streit über »antisemitische und israelfeindliche Aussagen« von Vertretern der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) ausgelöst. Der IRH hatte damals in einer Pressemitteilung dem Zentralrat der Juden vorgeworfen, mit der Diskussion über Antisemitismus in Europa »ein Ablenkungsmanöver vom Kriegsverbrechen der israelischen Regierung« initiiert zu haben. IRH-Vorstandsmitglied Ünal Kaymakci bezog sich hierbei auf den Gaza-Krieg von 2009. Dagegen habe der Frankfurter Rat der Religionen seinerzeit »nicht konsequent genug« Stellung bezogen.

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