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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2020
Erbsünde Rassismus
Schwarze Befreiungstheologie von der Sklaverei bis zur Ermordung George Floyds
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 26.06.2020

Rahel Jaeggi, Professorin für praktische Philosophie, hat zusammen mit Nancy Fraser, Thomas Piketty und weiteren 3000 Wissenschaftlern aus der ganzen Welt in einem Manifest soziale und ökologische Reformen der Arbeitswelt gefordert. Eine zentrale Lehre aus der gegenwärtigen Krise sei: »Arbeitende Menschen sind sehr viel mehr als bloße Ressourcen.« Wichtig sei daher »die Beteiligung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an Entscheidungen, die ihr Leben und ihre Zukunft am Arbeitsplatz betreffen – durch die Demokratisierung der Unternehmen«.

Volker Jung, hessen-nassauischer Kirchenpräsident, fordert ein Verbot von selbstgebastelten Davidsternen auf den sogenannten Hygiene-Demos. Mit diesem Symbol stilisierten sich einige Demonstranten als Verfolgte des Staates. Auch Fotos von Anne Frank mit der Aufschrift »Sie wäre heute bei uns« waren mitunter zu sehen. Auf diese Weise sollte das Schicksal des jüdischen Mädchens, das sich jahrelang in einer Dachkammer vor den Nazis verstecken musste, mit der Quarantäne und den Ausgangsbeschränkungen parallelisiert werden. »Bei aller Demonstrationsfreiheit kann nicht hingenommen werden, dass das Andenken an die Opfer des Holocaust zu derartigen zynischen Inszenierungen im Protest gegen angebliche ›diktatorische‹ Maßnahmen des Staates instrumentalisiert wird«, schreibt Jung an die hessischen Kommunen.

Maria Ressa, Chefredakteurin des philippinischen Online-Nachrichtenportals Rappler, wehrt sich gegen ihre Verurteilung wegen Verleumdung aufgrund eines kritischen Artikels aus dem Jahr 2012. Sie wirft Präsident Rodrigo Duterte vor, seine Kritiker zum Schweigen bringen zu wollen. »Wir stehen am Abgrund. Wenn wir fallen, sind wir keine Demokratie mehr», sagte Ressa nach dem Urteil.

Philipp Amthor, Mitglied des Bundestages (CDU), steht in der Kritik wegen einer Lobby-Affäre – und nun auch für seine Wahl in den Diözesanrat des Erzbistums Berlin. In einem offenen Brief protestierten Katholiken: Die Berufung des kürzlich getauften Amthor sei eine PR-Aktion, um dem Erzbistum Aufmerksamkeit zu verschaffen. Umgekehrt nutz

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