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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2020
Erbsünde Rassismus
Schwarze Befreiungstheologie von der Sklaverei bis zur Ermordung George Floyds
Der Inhalt:

Achtlos weggeworfen

von Gunhild Seyfert vom 26.06.2020
Immer mehr Menschen verabreden sich zum Müllsammeln

Drei Tage lang ging Birgit Schad bei ihren täglichen Runden mit dem Hund an einer leeren Zigarettenschachtel vorbei, die auf dem Bürgersteig lag. Am vierten Tag hob sie sie auf. »Seitdem, seit vier Jahren, ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht etwas aufgelesen hätte«, sagt die sportliche Frau aus Osnabrück. Seitdem bückt sich die Sprachtrainerin für Englisch und Spanisch nach achtlos weggeworfenen Verpackungen von Süßigkeiten, nach Coffee-to-go-Bechern, Einmal-Masken und was sonst noch liegt am Wegesrand, in Wäldern und Wiesen. »Ich will nicht, dass Tiere Schaden nehmen.«

Immer wieder findet sie Tiere, die sich im herumliegenden Müll verheddern. Eichhörnchen kriechen in die Becher von McDonald’s, Mäuse verfangen sich in Flaschen und verenden dort. »Da sind