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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2019
Was ist heilig?
Der Inhalt:

»Uns ist das nicht egal«

von Barbara Tambour vom 21.06.2019
Klima-Krise, unentschuldigte Fehltage und hohe Motivation. Fragen an die Fridays-for-Future-Aktivistin Sophie Bettin

Publik-Forum: Du bist im Vorbereitungsteam des Sommerkongresses und fährst am Wochenende nach Dortmund. Warst Du heute schon für Fridays for Future aktiv?

Sophie Bettin: Ja, im Bus auf der Heimfahrt von der Schule habe ich per Handy geschaut, welche Aufgaben zur Vorbereitung des Sommerkongresses von Fridays for Future in Dortmund gerade anstehen. Und mich dafür gemeldet, die nächste Telefonkonferenz zu moderieren.

Wie kommt’s, dass Du diesen Kongress mit vorbereitest?

Bettin: Ich bin regelmäßig bei den Freitags-Demos in Mainz und dort auch im Vorbereitungsteam. Dadurch bekam ich einen Einladungslink: »Wer hat Lust, ins Team zur Vorbereitung einer Sommerakademie für 3000 Leute zu kommen?« Ich fand das mega-interessant und bin jetzt fest dabei.

Wie kamst Du zu Fridays for Future?

Bettin: Ende Februar bin ich das erste Mal zur Demo nach Mainz gefahren. Alleine, keiner wollte mit. Mir war das aber so wichtig, dass ich mit Zug und Bus dorthin gefahren bin. Eine gute halbe Stunde ist das von meinem Wohnort entfernt.

Wie viel Zeit investierst Du?

Bettin: Bis vor Kurzem habe ich alle drei Sonntage am Plenum von Fridays for Future in Mainz teilgenommen. Jetzt investiere ich so viel Zeit in die Kongressplanung, dass ich pausiere. Jeden Tag koordiniere ich per Smartphone alles Mögliche. Für mich gehört genauso dazu, dass ich auf meinen persönlichen Lebensstil achte: Ich vermeide Plastik, esse vegetarisch und reise möglichst mit Bahn und Bus. Davon versuche ich auch meine Freunde zu überzeugen.

Dein Ziel?

Bettin: Klimagerechtigkeit. Dass alle Lebewesen auch in Zukunft ein lebenswertes Leben führen können. Ich hoffe, dass die Streiks bei der Regierung ankommen, dass etwas passiert, dass wir das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Abkommens einhalten. Und ich möchte, dass an den Schulen besser aufgeklärt wird über den Klimawandel und dass Jugendliche mehr in politische Handlungen einbezogen werden. Ich habe das Gefühl, dass die Regierung die Meinung der Kinder und Jugendlichen wenig beachtet, weil wir noch nicht stimmberechtigt sind.

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